Ausstellung "Visas for Life: The Righteous Diplomats" im Vienna International Centre (VIC), Rotunda

Geschrieben von bgwienheute am .

IMG 1983 s28. Januar - 8. Februar 2013

Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (27. Jänner) der Informationsdienst der Vereinten Nationen (UNIS) Wien und die Ständige Vertretung Israels bei den Vereinten Nationen in Wien, in Zusammenarbeit mit dem Holocaust und Outreach Programm der Vereinten Nationen, luden zur Eröffnung der Ausstellung "Visas for Life: The Righteous Diplomats" am 28. Jänner im Vienna International Centre (VIC), Rotunda ein.

Die Ausstellung ist den Diplomaten gewidmet, die ihren Beruf und häufig auch ihr Leben aufs Spiel gesetzt haben, um Juden vor der Vernichtung während des Nazi Holocaust zu retten, indem sie ihnen Ausreise- und Transitvisa ausstellten. Sie zeigt dramatische Geschichten von Diplomaten aus Schweden, den Vereinigten Staaten, der Schweiz, Spanien, Italien, dem Heiligen Stuhl, Deutschland, Großbritannien, der Türkei, China, Portugal und Japan. Diese Geschichten machen vielleicht die größte Rettung von Juden und Flüchtlingen des Holocaust aus – mehr als 200.000 jüdische Leben wurden durch Diplomaten gerettet. Die Ausstellung basiert auf Originalfotos von den Familien der Diplomaten, sowie auf Unterlagen von überlebenden Augenzeugen und Originalaufzeichnungen der entsprechenden Regierungen.

Im Anschluss an die Eröffnung wurde der Film "The Rescuers" gezeigt. THE RESCUERS, der neueste Film von Michel King, deckt die weitaus unbekannten Geschichten von 12 heldenhaften und tapferen Diplomaten auf, die – auf enorme eigene Kosten – zehntausende Juden während des Zweiten Weltkrieges gerettet haben.
Ziel des „Holocaust and United Nations Programme" ist es, die Welt an die Lehren aus dem Holocaust zu erinnern, damit derartige Massenmorde nicht wiederholt werden.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat am 1. November 2005 die Resolution zum „Holocaust bestimmt. Am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York und in UNO- Büros auf der ganzen Welt wird der Tag mit Gedenkfeiern und Verschiedenen Aktivitäten begangen.

In Anlehnung an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte betont die Generalversammlung der Vereinten Nationen, dass „der Holocaust, der die Vernichtung eines Drittel des jüdischen Volkes – zusammen mit unzähligen Menschen anderer Minderheiten – zur Folge hatte, für immer vor den Gefahren des Hasses, des Fanatismus, des Rassismus und der Vorurteile warnen soll". Die Resolution zum Gedenken an den Holocaust lehnt jegliche vollkommene oder teilweise Leugnung des Holocaust als eine historische Tatsache ab.

Das „United Nations Outreach Programme" hat eng mit Holocaust – Überlebenden zusammengearbeitet, um zu gewährleisten, dass ihre Geschichten gehört und als Warnung vor den Konsequenzen des Antisemitismus und anderen Formen des Diskriminierung gesehen werden. Das „ Holocaust Programme" zeigt in all seinen Aktivitäten, zusammen mit Studierenden aus der ganzen Welt, wesentliche Zusammenhänge zwischen den grundlegenden Ursachen für Völkermorde, den Lehren, die aus der Geschichte gezogen werden können, und der Förderung der Menschenrechte und der demokratischen Werte von heute.