LJUBA WELITSCH

Geschrieben von bgwienheute am .

LJUBA-WELITSCH-s(zum 100. Geburtstag)

Ihr Name ist eine Legende der Oper, sie war in den 40er und 50er Jahren Primadonna und Femme fatale. Die geburtige Bulgarin debutierte 1931 als Mimi in ihrer Heimat. 1943 kam sie nach Wien und als Aida, Donna Anna, Desdemona, Musetta, Butterfly und Tosca gestaltete sie immer wieder aufregende und vor allem sinnliche Frauenrollen.

Ihre Glanzrolle war aber die Salome in der gleichnamigen Richard Strauß-Oper. Keine konnte diese Rolle mit einer solchen Sinnlichkeit und erotischen Ausstrahlung verkorpern wie „Die Welitsch“.

1946 avancierte sie zum Mitglied der Wiener Staatsoper und wurde ein halbes Jahr danach mit dem Titel Kammersangerin geehrt. Sie blieb bis 1962 im Ensemble der Wiener Staatsoper, danach trat sie in Operetten auf und wirkte in diversen Filmen mit Große Erfolge feierte „Die Welitsch“ weltweit als Liedsangerin, Neben Osterreich und Deutschland trat sie in England, Italien sowie in den Vereinigten Staaten von Amerika auf und konnte das Publikum in ihren Bann ziehen. Am 7. Februar 1981 beendete „Die Welitsch“ an der Volksoper in der Lustigen Witwe ihr erfolgreiches Buhnenleben.

1989 trat sie als Prasidentin des Internationalen Nachwuchswettbewerbes fur junge OpernsangerInnen, denn sie gemeinsam mit mir gegrundet hat, wieder in die kulturelle Offentlichkeit. Dieser von mir gestiftete Gesangswettbewerb hatte in der Jury neben „Der Welitsch“ Großen wie Inge Borkh, Anneliese Rothenberger, Martha Modl, Walter Kreppel, Elisabeth Schwarzkopf, Patricia Wise, Franco Corelli, Axelle Gall, Gottfried von Einem, Franz Bauer-Theussl, Wicus Slabbert, sowie weitere Jurymitglieder aus der Musikwelt.

Unter anderem feierten und feiern aus dem Opernwettbewerb die „Ljuba Welitsch Kinder“ Anda- Luise Bogza, Joe G. Reyes, Melanie Diener. Angelika Kirchschlager, Morenike Fadayomi, E.Suga, Jelda Kodalli, Petr Martinek, M.Montazeri, Mika Iwakiri, Jorg Schneider, Hector Sandoval, Julia Dimenko Erfolge an Internationalen Opernhausern. Alle mit Stimme konnten teilnehmen, denn fur „Die Welitsch“ hatte eine Stimme weder Hautfarbe, noch Alter, noch eine Religion. Neben der Stimme ist fur eine Sangerin bzw. einen Sanger der Totaleinsatz, den sie selbst vorlebte und einmahnte, ein absolutes Muss fur die Weltkarriere.

In Dankbarkeit und ewiger Erinnerung an die unvergleichliche „Salome des Jhrhunderts“ wird „Die Welitsch“ dem Wiener und dem internationalen Opernpublikum unvergesslich und einzigartig in Erinnerung bleiben.

Peter Jansky
Peter`s Operncafe Hartauer